Bau eines H0 Rollenprüfstands
Man ist doch immer wieder erstaunt, welche Hilfsmittel man sich heute mit relativ wenig Aufwand selbst bauen kann.
Vor einigen Tagen sprach uns MBC-Mitglied Dieter Winter darauf an, ob wir an einem Bericht über einen selbstgebauten Rollenprüfstand für H0-Lokomotiven interessiert seien. Hierauf gab es von uns natürlich nur eine Antwort: selbstverständlich, und zwar mit Kußhand.
Und so bekamen wir den folgenden Bericht, incl. Fotos "frei Haus" geliefert, den wir unseren Lesern (heute sagt man wohl Followern) nicht vorenthalten wollen.
"Auf der Suche nach einem preisgünstigen Rollenprüfstand für meine H0 3-Leiter-Anlage habe ich im Internet eine Bauanleitung für dessen Selbstbau gefunden. Ich bestellte mir die notwendigen Teile und Materialien. Dies waren im Wesentlichen die Kugellager, die Schrauben sowie die beiden 8mm Alu-Rohre und das 4mm Messingrohr. Bei den Rollenböcken und den beiden Endstücken handelt es sich um 3D-Druckteile für die ich die hierfür nötigen STL-Dateien auf der Plattform Thingiverse fand.
Nach der Bearbeitung der Dateien mit dem Slicer-Programm konnte es auch schon losgehen und der 3D-Druck der Rollenböcke sowie der Endstücke war der erste Schritt auf dem Weg zum fertigen Prüfstand. Dann trafen die bestellten Bauteile ein (Bild1) und die Montage konnte beginnen.
Der erste Schritt war, die je 4 Stck. Kugellager 5 x 10 x 4mm mit Linsenkopfschrauben M5 x 20 in den Rollenböcken zu montieren (Bild 2,3,4). Da ich mich dazu entschieden hatte 6 Rollenböcke zu verwenden, um auch größere Dampfloks (Bild 8,9) testen zu können, mussten insgesamt 24 Kugellager montiert werden.
Als nächstes wurden die zwei seitlichen 8mm Aluminium Führungsstangen in das erste Endstück geschoben. Ebenso wird mit dem 4mm Messingrohr verfahren, dieses wird in die mittlere Aufnahme der Endstücke eingeführt und ist nur für 3-Leiter-Loks erforderlich (Bild 5,6,7). An dieser Stelle ein kleiner Tip: wer definitiv nur 2 Leiter-Loks testet braucht das mittlere Rohr für den Ski-Schleifer der Lok nicht. Wer sich aber die Option offen halten will, eventuell auch 3-Leiter-Loks zu testen, sollte dies montieren. Er kann dann an allen 3 Rohren Kabel befestigen. Testet er 2-Leiter-Loks werden die beiden äußeren Kabel verwendet, bei 3-Leiter-Loks eines der äußeren (welches ist egal) und das mittlere.
Als nächstes werden die 6 Rollenböcke aufgeschoben und danach das zweite Endstück. Danach wird der gesamte Prüfstand mit 4 Holz- oder Blechschrauben auf einem soliden Brett verschraubt. Damit ist die Montage auch schon beendet und die Funktionsprüfung kann vorgenommen werden.
Ein Test mit einer meiner Dampfloks zeigte von Anfang an eine einwandfreie Funktion. Die Materialkosten belaufen sich auf EUR 32,-."
An dieser Stelle endet der Baubericht und wir bedanken uns ganz herzlich hierfür bei Dieter Winter.
Also allen Interessierten viel Spaß beim Nachbau. Bei Fragen oder Problemen können Sie uns gerne über unsere Kontaktseite ansprechen, wir melden uns kurzfristig.








