Aktuelles

Webseiten-Änderungen

16.04.22 Pflege der Seite "Startseite"

23.04.22 Pflege der Seite "Startseite" und "Unsere Anlagen - 2Leiter-Anlage H0"

07.05.22 Pflege der Seite "Startseite" und "Aktuelles"

08.05.22 Pflege der Seite "Startseite"


07.05.2022 Zukünftige Vereinsarbeit

Wie bei nahezu allen Vereinen, hat auch beim MBC das Thema "Corona-Pandemie" Spuren hinterlassen.

Hierbei geht es garnicht so sehr darum das Mitglieder erkrankt sind, sondern viele, vor allem ältere Vereinsmitglieder die Vorerkrankungen haben, befürchten dann doch, sich eventuell zu infizieren und bleiben deshalb temporär den Vereinstreffen fern.

Außerdem fand die letzte Modellbau-Ausstellung des MBC 2018 statt, die für 2020 geplante Ausstellung musste wegen Corona abgesagt werden. Auch in diesem Jahr werden wir keine große Modellbau-Ausstellung im gewohnten Rahmen ausrichten, da auf Grund der Erfahrungen die Gefahr doch relativ groß ist, dass diese Ausstellung im Fall steigender Inzidenzen im Herbst dann wieder abgesagt werden muss.

Diese Modellbau-Ausstellungen waren, neben allen anderen positiven Effekten für die Vereinsarbeit, immer auch ein Medium, um den MBC in der Öffentlichkeit zu präsentieren und hierdurch neue Mitglieder zu gewinnen.

Da diese Möglichkeit, zumindest kurzfristig, entfällt, wurde bei den Vereinstreffen eine Diskussion darüber angestoßen, wie sich denn der MBC anderweitig in der Öffentlichkeit präsentieren kann. Hierzu gibt es nun erste konkrete Ideen, die wir hier kurz skizzieren wollen, auch wenn diese Diskussion noch nicht abgeschlossen ist.

Die Stadt Hann.Münden nimmt am 11.09.2022 am bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" teil. Da es sich beim Vereinsheim des MBC um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, das um das Jahr 1800 erbaut wurde, haben wir beschlossen hieran teilzunehmen. Bei dieser Gelegenheit können wir sowohl unsere Räumlichkeiten, als auch unsere Anlagen und die Vereinsarbeit einem breiten Publikum präsentieren.

Außerdem wird der MBC zum Ausgang des Sommers Workshops anbieten, auch dies war leider wegen der Pandemie in der jüngeren Vergangenheit nicht möglich. Hier ist die Diskussion über die Art der Workshops noch im Gange.

Geplant ist ein Workshop, bei dem den Teilnehmern gezeigt wird, wie analoge Modellbahnlos mit Decodern ausgerüstet werden und dann auch auf digital gesteuerten Modellbahnanlagen eingesetzt werden können.

Außerdem gibt es Vorschläge für Workshops, in denen z.B. Modellbahnbäume selbst hergestellt werden, oder wie Modellbahnhäuser fachgerecht "gealtert" werden können, damit diese ihren unnatürlichen Plastikglanz verlieren und damit deutlich näher am Vorbild sind.    

Diese Diskussionen sind aber, wie schon gesagt, noch nicht abgeschlossen. Sobald es zu diesem Punkt konkrete Beschlüsse gibt, werden wir dies natürlich hier veröffentlichen.

Seien Sie also gespannt.

 

09.04.2022 Grundschul AG

Leider ist dies der erste Bericht über die Arbeit des MBC mit der Grundschul AG in Reinhardshagen/Vaake in diesem Jahr. Unglücklicherweise war über einen längeren Zeitraum keine Arbeit mit der AG möglich, da Corona-bedingt keine Gemeinschaftsarbeiten in der Schule erlaubt waren. Aus diesem Grunde konnte die Arbeit erst vor wenigen Wochen wieder aufgenommen werden.

Trotz dieser relativ langen Unterbrechnung ist das Interesse der Schüler und der Schülerin immer noch groß, so dass noch ca. 6-8 Teilnehmer dabei sind.

Ein großes Lob gilt hier unseren Mitgliedern Klaus Raabe und Frank Hartig, die die Gruppe mit großer Geduld führen und anleiten. Wie man sich leicht vorstellen kann ist alles andere als einfach, denn Kinder in diesem Alter sind noch nicht so ausdauernd wie ältere Gruppen.

So kann es dann auch leicht passieren, dass die Kinder plötzlich keine Lust mehr haben und dann beginnen Verstecken zu spielen.

Aber trotz allem hat die Anlage große Fortschritte gemacht und die Kinder sind meistens mit viel Enthusiasmus bei der Sache.

Die folgenden Bilder geben einen schönen Eindruck über die Fortschritte.


17.12.2021 Grundschul AG

Nun läuft dieses Projekt auch schon wieder, seit die Herbstferien zu Ende gingen.

Mittlerweile haben sich die Kinder an die wöchentliche AG gewöhnt und sind mit Elan bei der Sache. Natürlich gibt es Unterschiede im Engagement und auch in der Umsetzung, aber grundsätzlich kann man sagen, dass doch mehrheitlich zielstrebig an der Anlage gearbeitet wird.

Sehr gut angekommen ist die Idee, jedem Kind ein "Grundstück" (in Form einer Sperrholzplatte) zuzuweisen. Hier betrachtet doch jedes Kind die Platte als "Eigentum", welches bearbeitet wird und auch den Eltern präsentiert werden kann.

Die Bilder zeigen die Schülerin und Schüler beim Malen, Gipsen, Staubsaugen etc.. Stolz werden die bearbeiteten "Grundstücke" der Kamera präsentiert.

Für den Einsatz und die hierfür  aufgebrachte Zeit möchte sich der MBC ganz herzlich bei seinen Mitgliedern Klaus Raabe und Frank Hartig bedanken.

Nachfolgend haben wir die bereits begonnene Fotogalerie ergänzt und fortgesetzt.  

26.11.2021 Grundschul AG

Von einem Lehrer der Lucas-Lossius-Grundschule in Reinhardshagen, der den MBC Münden kennt, wurde der Verein dahingehend angesprochen, ob dieser eventuell interessiert sei, gemeinsam mit der Schule eine  Modelleisenbahn-Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen. An dieser Arbeitsgruppe sollten Schüler/innen der  Klassen 3 + 4 unter Aufsicht von  MBC Mitgliedern eine Modelleisenbahn-Anlage aufbauen.

Dieser Wunsch der Schule wurde im Vorstand des MBC eingehend erörtert. Hierbei waren die Meinungen durchaus unterschiedlich, denn die Erfahrung in der Jugendarbeit hat gezeigt, dass die Altersgruppe "der 3. + 4. Klässler", also 9 oder 10jährige Schüler und Schülerinnen eigentlich etwas zu jung für eine derartige AG sind. Trotzdem stimmte der Vorstand schließlich mehrheitlich dem Projekt zu, da es nach unserer Auffassung wichtig ist, den Modellbau auch jüngeren Kindern zu vermitteln.

Unsere Mitglieder Klaus Raabe und Frank Hartig erklärten sich bereit, diese Modelleisenbahn AG zu begleiten, und so ging´s nach den Herbstferien 2021 los. Für die AG meldeten sich 8 Schüler und eine Schülerin an.

Beim 1.Treffen der AG wurde von unseren AG-Begleitern die wichtigste Frage gestellt: "was soll alles auf die Anlage?" Antwort der Kinder:" Berge, Tunnel, Bach, See/Meer, Bahnhof, Straßen, eine Brücke und ein Bauernhof. Mit einem Gleisplanspiel, welches der MBC selbst vor einiger Zeit geschenkt bekam, wurde dann auf einer Pappe im Maßstab 1:5 ein Gleisplan von den Schülern/in entworfen.

Da der MBC über ausreichende Mengen von Märklin M-Gleisen sowie Weichen etc. verfügt, entstanden keine Kosten hierfür. Es war auch von Anfang an klar, dass es sich um eine analoge Anlage handeln sollte, denn die Teilnehmer/in sollen an Hand der Anlage auch Grundbegriffe der Elektrik erlernen.

Von der ortsansässigen Firma Georg Weddig e.K. Holz und Baustoffhandlung bekam die AG eine Grundplatte geschenkt, die entgegenkommenderweise sogar angeliefert wurde..

Beim 2.Treffen eine Woche später, bauten die Schüler und Schülerin die Schienen auf der Platte auf und es fuhr sogar schon 1 Zug. Dieses ist sehr wichtig, damit die Kinder den Erfolg sehen und nicht die Lust verlieren.

In der 3.Woche bekam die AG von einem Reinhardshagener Mitbürger, der von dem Projekt "Wind bekommen hatte", eine weitere, etwas größere Platte mitsamt Schienen und einem Trafo geschenkt. Da diese größenmäßig besser geeignet war, wurden die Schienen nun auf dieser Platte neu verlegt. Zusätzlich brachte unser Mitglied Frank Hartig 2 größere Styrodur-Platten mit. Hiermit können z.B. Erhebungen etc. dargestellt werden. Außerdem wurde im 1.Schritt hieraus die Auffahrten zur Brücke hergestellt. 2 "mutige" Schüler halfen, die Platten mit Hilfe einer Stichsäge auszuschneiden.

Außerdem erhielt jeder der Teilnehmer/in ein "Grundstück" in Gestalt einer Sperrholzplatte, auf dem er/sie ein Haus oder Ähnliches aufbauen kann. Wir haben diese Lösung gewählt, damit die Kinder diese "Grundstücke" auch mit nach Hause nehmen können, um den Eltern ihre Fortschritte zu zeigen. Auch dies halten wir für sehr wichtig, um eine möglichst hohe Akzeptanz zu erreichen.

Das ist der aktuelle Sachstand, die Fotos zeigen einige der Bau-Fortschritte.

Auf Fotos der teilnehmenden Kinder haben wir aus Datenschutzgründen vorerst bewusst verzichtet.

Wird fortgesetzt.


28.05.2021 Umbau von digitalen Lokomotiven

Heute wollen wir uns mit einem nicht ganz alltäglichen Thema befassen, nämlich dem Einbau von sogenannten PowerPacks in digitale Lokomotiven.

Was sind PowerPacks und wozu dienen diese?

Nahezu jeder Modelleisenbahner kennt das Problem, es heißt SCHMUTZ. Eine Modellbahn-Anlage kann noch so sorgfältig gebaut und gewartet sein, früher oder später haben fast alle Loks irgendwann und irgendwo Probleme mit der Stromabnahme. Das führt dann dazu, dass die Loks wegen verschmutzter Schienen stehen bleiben.

Meistens sind es nur sehr kurze Unterbrechungen, aber wenn eine Lok beim Rangieren oder im BW langsam fährt, reicht dies oftmals schon ausund die Lok muss per Hand etwas geschoben werden. Grundsätzlich gibt es hier, neben dem permanenten Reinigen der Schienen, 2 gebräuchliche technische Lösungen um dieses Problem zu minimieren:

  • die Lok kann mit einem Stützkondensator versehen werden
  • die Lok erhält ein PowerPack

Das Problem der Stützkondensatoren, sogenannten Elkos (Elektrolyt-Kondensatoren) ist, dass man mindestens eine Kapazität von 2000µF haben muss, damit überhaupt eine kleine Verbesserung eintritt, ein derartiger Elko hat dann aber schon Abmessungen, die den Einbau nur noch in Loks zulassen, die entsprechenden Platz haben.

Wesentlich wirkungsvoller sind die heute erhältlichen PowerPacks, die aber, und das wollen wir hier nicht verschweigen, nicht ganz billig sind. Die von uns eingesetzten Exemplare stammen von der Fa. Train-O-Matic aus Rumänien und kosten ca. EUR20,-/Stck. Ein vergleichbares Exemplar von deutschen Herstellern kostet weit über EUR30,-/Stck.

Der Vorteil dieser PowerPacks ist, das ihre Speicherkapazität um den Faktor 500 größer als die eines 2000µF Elkos ist. Derartige Bausteine können eine Lok dann schon bis zu 2Sekunden mit Spannung versorgen, was für nahezu alle Unterbrechungen ausreichend ist.

Eine wichtige Anmerkung sei hier noch angebracht: die Modellbahner, die noch mit stromlosen Abschnitten z.B. vor Signalen arbeiten müssen die Zeit der Überbrückung im Decoder etwas kürzer einstellen, da die Lok sonst eventuell den stromlosen Abschnitt überfährt.

Nun kommen wir zum eigentlichen Umbau. Wir wollen diesen hier an Hand von 2 ganz unterschiedlichen Loks beschreiben, nämlich einer Märklin BR103, die Platz "en masse" hat, und einer Märklin BR260, die innen so beengt ist, dass wir beim Einbau schon "in die Trickkiste greifen müssen".

Wenn man die BR103 öffnet, sieht man sofort, dass es überhaupt keine Platzprobleme gibt. Wir haben diesen Umbau gleich genutzt, um die bisherigen Glühbirnen gegen LED´s auszutauschen. Die LED´s stammen aus preiswerten LED-Stripes mit einer Farbtemperatur von 4500Kelvin. Vorn und hinten kommen jeweils 3Stck. zum Einsatz. Diese werden parallel geschaltet und mit einem 6,8K Ohm Vorwiderstand versehen. Die Maschinenraumbeleuchtung erhält eine einzelne LED mit einem 10K Ohm Vorwiderstand. Da die Lichtausgänge moderner Decoder gedimmt werden können, kann hiermit die Helligkeit auch später noch angepasst werden.

Dann wird das PowerPack mit 3Kabeln am Decoder, in unserem Fall einem ESU Lokpilot V4, angeschlossen. Das Anlöten dieser 3 Kabel ist etwas "fummelig", da die Lötpads am Decoder relativ klein sind. Da sich diese Pads außerdem unter dem Schrumpfschlauch, der den Decoder umhüllt, befinden, muss dieser im Bereich der Lötpads vorher mit einem scharfen Messer vorsichtig entfernt werden.

Zum Schluß haben wir das PowerPack (hier blau eingekreist) noch mit etwas Heißkleber auf dem Lokchassis fixiert. Damit ist der Umbau bereits beendet.


Deutlich aufwendiger ist der Umbau der BR260. Das Hauptproblem bei diesem Modell ist, dass diese Lok relativ leicht ist und deshalb mit einem zusätzlichen Bleigewicht versehen werden musste. Deshalb reicht der noch vorhandene Platz nicht aus, um das PowerPack "in einem Stück" unterzubringen.

Wir haben deshalb den Schrumpfschlauch, der das PowerPack umhüllt und isoliert, aufgeschnitten und entfernt, sodann den Kondensator vom PowerPack abgelötet. Das Foto zeigt die Platine des PowerPacks und den bereits ausgebauten Kondensator. Dieser wird nun mit 2 Kabeln versehen und zwischen dem Bleigewicht und der vorderen Lampe mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Vorher wurde das Bleigewicht um 5mm gekürzt. Die PowerPack Platine wird auf dem Motor im Bereich der Heckscheibe des Fahrstandes mit Klebeband fixiert.

Achtung: da die Platine nun "nackt" ist (ohne Schrumpfschlauch) muss diese sorgfältig mit Isolierband umhüllt werden, so dass keine spannungsführenden Bauteile das Lokchassis berühren können. Vorher werden die Kabel, die nun den Kondensator mit der Platine verbinden, angelötet. Hierbei muss auf die richtige Polung des Kondensators geachtet werden, da dieser sich im Falle der  Verpolung nach kurzer Zeit mit einem lauten Knall "verabschiedet" und dabei erheblichen "Flurschaden" anrichten kann. Wie schon bei der BR103 beschrieben, werden nun die 3 Kabel des PowerPacks noch am Decoder angelötet.

Dann erfolgt vorsichtig ein erster Test. Dieser wird von mir immer mit einem regelbaren Gleichspannungsnetzteil durchgeführt. Nahezu alle modernen Decoder sind werkseitig so konfiguriert, dass diese neben dem Digitalbetrieb auch das analoge Fahren mit Wechsel- und Gleichspannung erlauben. Wenn die Lok über Krokodilklemmen mit dem Netzteil verbunden ist, wird die Spannung langsam erhöht, dabei muss man das Amperemeter genau beobachten. Im Bereich von ca. 6V sollte die Stromaufnahme langsam zunehmen und der Antriebsmotor zu laufen beginnen. Die Stromaufnahme sollte aber nicht viel mehr als max. 0,4 - 0,5A betragen, sonst könnte es sein, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat und ein Kurzschluß vorliegt.

Bei modernen Netzgeräten, die in Online-Shops schon für ca. 45,-EUR erhält sind kann man die Stromaufnahme mit einem Regler begrenzen, dann kann nicht mehr als z.B. 0,5A fließen.

Wenn auch dieser Test erfolgreich war kann die Lok auf´s Gleis gestellt werden und ein erster Test im Digitalbetrieb erfolgen. Ist auch dieser erfolgreich muss zum Schluß nur noch per CV eingestellt werden, wie lange die die Überbrückung dauern soll (stromlose Signalstrecke).

Nun ist die Lok bereit und lässt sich zukünftig durch verschmutzte Stellen kaum noch "aus der Ruhe bringen.

Wir wünschen viel Erfolg beim Nachbau.




18.04.2021 Der MBC hat wieder "Zuwachs" bekommen

Der MBC Münden e.V. freut sich, wieder einmal ein neues Vereinsmitglied in seinen Reihen begrüßen zu dürfen.

Es handelt sich um Herrn Thorsten Stadler aus Hann. Münden. Er fand den Weg zum MBC, wie so viele in jüngerer Vergangenheit, über die Homepage des Vereins.

Thorsten Stadler besitzt eine große H0 3L Anlage, die zwar digital arbeitet, jedoch noch konventionell, also ohne PC, gesteuert wird. Sein Wunsch ist, diese Anlage zukünftig per PC steuern zu können.

Nach der ersten Kontaktaufnahme fanden Besuche von verschiedenen MBC Mitgliedern im Hause Stadler statt. Bei den Gesprächen kristallisierte sich bald heraus, dass es nicht nur um die Steuerung geht, sondern im Prinzip die bestehende Anlage komplett umgebaut und erweitert werden soll.

Insbesondere das MBC Mitglied Burkhard Neubauer war hier wieder einmal gefragt, ist er doch im MBC der Spezialist für Gleispläne und Signale. So wurde bereits ein Gleisplan entworfen, an dem aber noch Änderungen vorgenommen werden sollen.

Wir werden weiter berichten.




Unser Ausflug zu den Harzer Schmalspurbahnen

Um es gleich vorweg zu nehmen: diese Fahrt war sicherlich das Highlight des Jahres 2019.

Doch der Reihe nach:

schon während der diesjährigen Mitgliederversammlung im Frühjahr keimte die Idee auf, eine Reise in den Harz zu den HSB (Harzer Schmalspurbahnen) zu unternehmen. Unser Mitglied Felix Gentzen hatte hier Kontakte und erklärte sich bereit, einen derartigen Ausflug zu organisieren.

Es sollte aber nicht nur ein normaler Ausflug werden, sondern es sollte nach Möglichkeit eine Führung durch das AW (Ausbesserungswerk) der HSB Bestandteil der Fahrt sein.

Dies warf die ersten Probleme auf, denn derartige Führungen bieten die HSB jeweils nur jeweils Freitags um 14:00 an.

Dennoch wurde beschlossen, diese Fahrt stattfinden zu lassen. Bei einer Doodle-Abfrage per Internet meldeten sich 10 Mitglieder für diese Fahrt an, die dann schließlich am 27.09.2019 stattfand.

Die Fahrt führte mit dem PKW in Fahrgemeinschaften nach 3 Annen Hohne. hier konnten wir einen Dampflok bespannten Zug zum Brocken bei der Ankunft beobachten. Gleichzeitig konnte man feststellen, dass Dampfloks doch auch "empfindliche Diven" sein können. Die ursprüngliche Lok musste abgekuppelt werden, weil der Gleitschuh am Kreuzkopf offenbar zu eng eingestellt war und die Gleitbahn des Kreuzkopfes deshalb heiß lief. Aus Wernigerode musste deshalb eine Ersatzlok angefordert werden.

Dann bestiegen wir einen Triebwagen zum Bahnhof Wernigerode Westerntor. War das Wetter anfangs doch eher "bescheiden" mit viel Regen, so ließ dieser gegen Mittag nach und dann ließ sich sogar die Sonne blicken, die Fotos zeigen dies.

In kleinen Gruppen wurde die Stadt Wernigerode erkundet und zu Mittag gegessen. Dann ging es zu Fuß zurück zum Bahnhof Westerntor wo sich das AW (Ausbesserungswerk) der HSB befindet.

Die Führung erfolgte durch einen ehemaligen HSB-Mitarbeiter, der 35 Jahre im AW gearbeitet hat und der ein exzellenter Kenner aller Internas der HSB, nicht nur der technischen, war. Erfreulicherweise gibt es für diese Führungen keinen festen Zeitrahmen, nur der Start jeweils um 14:00 Uhr steht fest. Ansonsten haben die Führungen ein "Open End", und dauern so lange wie die Teilnehmer möchten und wie es sich durch die gestellten Fragen ergibt. So war diese Führung super interessant und der HSB-Führer blieb auch nicht eine einzige Antwort schuldig.

Nach Abschluß der Führung gingen wir zu Fuß zum Hauptbahnhof Wernigerode, wo sich das Betriebswerk und die Wagenhalle der HSB befindet. Von hier aus ging es dann um ca. 16:30 Uhr, nun mit einem Dampflok bespannten Zug, zurück nach 3 Annen Hohne, wo wir gegen 17:00 Uhr wieder eintrafen.

Resümierend bleibt nur zu sagen, dass es ein toller Tag war. Der einzige Wermutstropfen war die Tatsache, das wegen des Freitags nicht alle Mitglieder teilnehmen konnten, die dies gerne getan hätten, weil es für viele ein normaler Arbeitstag war.

Unser besonderer Dank geht auch an dieser Stelle nochmals an unser Mitglied Felix Gentzen, der diesen Tag perfekt geplant hat. Insbesondere war es toll, dass er den Zeitplan sehr großzügig gesteckt hatte, so dass zu keinem Zeitpunkt irgendwie Hektik aufkam, sondern dass immer viel Zeit blieb um alles anzusehen, zu fotografieren etc.

Für Felix Gentzen ergibt sich allerdings eine Schwierigkeit, und zwar dass er nun schon gebeten wurde, für 2020 etwas Ähnliches zu planen - der Fluch der guten Tat.

Die Fotos geben auch denen, die nicht teilnehmen konnten einen kleinen Eindruck.